Sonntag, 3. Juli 2016

{Fazit} Wie Sterne so golden von Marissa Meyer



Titel: Wie Sterne so golden
Autor: Marissa Meyer
Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
Verlag: Carlsen (26. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551582882
ISBN-13: 978-3551582881
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
Originaltitel: The Lunar Chronicles 3/ Cress

Klappentext:
Seit ihrer Kindheit hat Cress die Erde nur aus der Ferne betrachten können. Unter strenger Aufsicht der bösen Königin Levana führt sie in ihrem Satelliten ein wenig abwechslungsreiches Leben. Doch immerhin hat sie sich mit den Jahren zu einer begnadeten Hackerin entwickelt und verschafft sich so Zugang zu Levanas geheimen Plänen. Da taucht plötzlich das Raumschiff von Cinder bei ihr auf, die ihr zur Flucht verhilft. Doch wird sie auf der Erde den Ritter in der glänzenden Rüstung finden, von dem sie immer geträumt hat? 

Meine Meinung:
Dies ist nun der dritte Band der Lunar-Chroniken und ich bin wieder einmal begeistert. Nicht restlos begeistert, aber begeistert. Dieser dritte Band war in meinen Augen ein klein wenig schwächer als die ersten beiden Bände, für mein Empfinden gab es in der ersten Hälfte etwas zu viele Längen, was aber bei genauerer Betrachtug eigentlich schon ein Meckern auf hohem Niveau  ist. 
Wie schon bei den ersten beiden Teilen gefällt mir das unscheinbare und doch besondere Cover der deutschen sehr gut. Aber die Original-Cover finde ich noch einen Tick ansprechender, da sie doch ein bisschen von der Besonderheit der Geschichte zeigen.
Aber kommen wir nun zu den Charakteren:
Crescent Moon ist ein ganz besonderer Charakter. Natürlich ist sie naiv, natürlich weiß sie nichts vom wirklichen Leben, wie auch, wenn man sein halbes Leben isoliert in einem Satelliten befindet und unter der Fuchtel der schrecklichen Sibyl Mira steht? Ich finde ihre Naivität so süß und unschuldig, noch ein wenig kindlich und doch weiß sie in den entscheidenden Situationen vieles richtig einzuschätzen. Dass sie sich zu unserem Antihelden Thorne hingezogen fühlt ist da ja nur eine logische und eigentlich auch ordentlich vorhersehbare Konsequenz. Dieser hingegen entwickelt sich doch zu einem richtigen Helden und Gentleman auf seiner Reise mit Cress durch die Wüste. 
Eigentlich entwickeln sich alle Charaktere sehr zufriedenstellend für mich weiter, auch wenn Wolf, geschuldet durch die besondere Situation der Trennung von Scarlet, etwas unberechenbar geworden ist.
Der Plot entwickelt sich auch ohne große Ausbrüche ziemlich zielstrebig weiter, was die Geschichte nicht langweilig werden lässt und das kurze Intermezzo von Prinzessin Winter schlägt ja auch schon den Bogen zum vierten Teil Wie Schnee so weiß.
Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und angenehm zu lesen, sodass sich ab cirka der Hälfte die Längen auch wieder verabschieden und sich auch der dritte Band wieder zu einem Pageturner entwickelt. Aufgrund dieser leidlichen Längen ist Wie Sterne so golden leider kein 5 Herzchen Buch, aber ich bin begeistert, dass die Luna-Chroniken eine der wenigen Reihen ist, die die Qualität über bisher alle Bände hochhält und nicht immer mehr abflacht wie in so vielen anderen Buchreihen.

❤❤❤❤ von mir!

Liebste Grüße, Wolfhound

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